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Buslinie 45 fährt mit Erfolg

MAINZ/WIESBADEN. Fast genau ein Jahr nach der Einführung der neuen Mainz-Wiesbadener Gemeinschafts-Buslinie 45 ziehen die beiden Betreiber, Wiesbadens ESWE Verkehrsgesellschaft und die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), in diesen Tagen Bilanz: eine Bilanz, die äußerst positiv ausfällt.

So hat die Auswertung der Fahrgastnachfrage ergeben, dass die Fahrten der neuen Linie 45 – deren markantestes Merkmal ihr Linienweg über die Schiersteiner Brücke ist – im Durchschnitt zu etwa 30 Prozent ausgelastet sind. Dieser Auslastungsgrad liegt deutlich über dem Mittelwert der Gesamtliniennetze von ESWE Verkehr und MVG. Wie eine begleitende Nachfrageanalyse der Fachhochschule Wiesbaden ergänzend ergeben hat, ist es der Linie 45 außerdem gelungen, Fahrgäste neu an den Linienbusverkehr zu binden, die zuvor keine Kunden des Öffentlichen Nahverkehrs waren: Rund zehn Prozent der Passagiere der 45er-Busse sind sogenannte „Erstnutzer“. Die Gesamtzahl der Fahrgäste, die im ersten Betriebsjahr mit der neuen Linie über die Schiersteiner Brücke gefahren sind, wird voraussichtlich bei etwa 200.000 liegen.

Als Folge des überdurchschnittlich hohen Zuspruchs zu den Fahrten der neuen Linie wird es schon in Kürze zu einer Angebotsausweitung kommen: Ab dem bevorstehenden Fahrplanwechsel, der am 13. Dezember dieses Jahres ansteht, werden die 45er-Busse montags bis freitags in den morgend- und abendlichen Tagesrandzeiten etwas häufiger verkehren.

Der neue, erheblich verlängerte Linienverlauf der Linie 45 wurde mit dem letzten Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 eingeführt. Seither fahren die Busse in Wiesbaden von der John-F.-Kennedy-Straße und dem Hauptbahnhof kommend über Biebrich nach Mainz, wo der Linienweg durch Mombach bis zum Hauptbahnhof führt; in der Gegenrichtung ist der Streckenverlauf nahezu identisch. Auf ihrem Fahrtweg – das war die entscheidende Neuerung – nutzen die Busse ein Teilstück der A 643, nämlich die Schiersteiner Brücke.

„Bis Mitte Dezember vergangenen Jahres hatten wir ja die seltsame Situation, dass die beiden Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz auf ihrer wichtigsten Straßenverbindung, der Schiersteiner Brücke, nicht per ÖPNV verbunden waren“, erinnert Stefan Burghardt, Kaufmännischer Geschäftsführer von ESWE Verkehr. „Die Diskussionen über das Für und Wider eines Linienverkehrs auf der Schiersteiner Brücke, die beiderseits des Rheins jahrzehntelang geführt wurden, waren unnötig – dies zeigt der Erfolg der Linie 45, den wir heute bilanzieren können, überdeutlich.“

Auch Jochen Erlhof, Geschäftsführer der MVG, wertet die Linie 45 als „wichtigen Brückenschlag“: „Unsere beiden Städte, die ja viel mehr miteinander verbindet als voneinander trennt, sind sich dank des neuen Linienverlaufs wieder ein Stückchen nähergekommen.“

zurück01.12.2009
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