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Mainzelbahn: Begehung stößt auf viel Interesse - Lob der Bürger für Beteiligungsverfahren der MVG

Auf großes Interesse ist die von der Mainzer Verkehrgesellschaft mbH (MVG) angebotene öffentliche Begehung der geplanten Straßenbahntrasse vom Hauptbahnhof zum Lerchenberg gestoßen. In Bretzenheim informierten sich am Vormittag gut 100 Personen aus erster Hand über das Projekt „Mainzelbahn“, am Mittag in Marienborn waren es etwa 35 Bürger und zum Abschluss der Begehung auf dem Lerchenberg kamen knapp 100 Interessierte.

Zu Beginn erläuterte MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof das Projekt, anschließend leitete Hermann Sträb vom Planungsbüro GRAS die Begehung. Den Veranstaltern ging es unter anderem darum, den direkten Kontakt mit den Bürgern in Bretzenheim, Marienborn und auf dem Lerchenberg zu  suchen, Fragen und etwaige Sorgen kennen zu lernen, aber auch Hinweise und Anregungen entgegenzunehmen und so  und den Beteiligungsprozess einzuleiten. Dabei gab es von vielen Anwesenden Lob für das Vorgehen der MVG, die eine breite Bürgerbeteiligung  anstrebt.

Die MVG ist vom Stadtrat der Stadt Mainz beauftragt, die planerische Vorbereitung des Baus der Straßenbahnlinie Mainzelbahn vom Mainzer Hauptbahnhof bis nach Lerchenberg mit einer aktiven und umfassenden Bürgerbeteiligung durchzuführen. Mit dieser Bürgerbeteiligung soll darauf hingearbeitet werden, dass mögliche Probleme und Konflikte frühzeitig erkannt werden und bei der Planung Berücksichtigung finden, um der neuen Straßenbahnlinie eine möglichst breite Zustimmung in der Bevölkerung zu sichern.

Mit der Vorbereitung und Durchführung des Beteiligungsverfahrens wurde das Planungsbüro GRAS * Gruppe Architektur & Stadtplanung Dresden (Büro GRAS) beauftragt.

Die öffentliche Begehung der voraussichtlichen Trasse der so genannten Mainzelbahn am heutigen Samstag bildet den formellen Einstieg in das Beteiligungsverfahren. Aufgrund der unterschiedlichen Problemstellungen war  die Begehung in drei Abschnitte unterteilt worden:

 

  • Bretzenheim
  • Marienborn
  • Lerchenberg

Mit dieser Begehung wurde allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit angeboten, sich über den geplanten Trassenverlauf zu informieren, ihre Bedenken und Anregungen zu Protokoll zu geben und eventuelles Interesse an der Mitwirkung in den 3 Workshops, die bis Anfang Dezember 2010 für jeden Streckenabschnitt durchgeführt werden, anzumelden.

Gegenstand dieser drei Workshops pro Streckenabschnitt wird sein:

1. die systematische Auswertung der Bedenken und Anregungen, wie sie sich aus den unterschiedlichen Betroffenheiten und Interessenslagen der Bürger ergeben,

2. die Formulierung von entsprechenden Arbeitsaufträgen an die Planer zur Verbesserung der Trassenführung bzw. der Gestaltung im Detail mit dem Ziel, Konflikte zu vermeiden oder zumindest zu minimieren

3. die Auswertung und stufenweise Optimierung der seitens der Planer aufgezeigten Lösungsansätze und Alternativen.

Aus arbeitstechnischen Gründen soll die Teilnehmerzahl in den Workshops auf 20-25 Personen begrenzt werden. Die Auswahl der Workshopteilnehmer wird mit den Ortsvorstehenden so abgestimmt, dass eine möglichst umfassende Vertretung aller Interessenslagen in den jeweiligen Streckenabschnitten gewährleistet ist.

Über Inhalte und Ergebnisse der Workshops wird die Öffentlichkeit fortlaufend informiert. Selbstverständlich steht für jede Bürgerin und jeden Bürger jederzeit die Möglichkeit offen, sich mit ihren Anliegen direkt an die MVG oder das Büro GRAS zu wenden, damit sie in den Workshops behandelt werden können.

zurück23.08.2010
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