Gemeinsame Presseinformation des Planungsbüros GRAS – Gruppe Architektur & Stadtplanung - und der Mainzer Verkehrsgesellschaft zum 5. Workshop Mainzelbahn in Marienborn
Mit dem gestrigen 5. Workshop in Marienborn geht das Beteiligungsverfahren Mainzelbahn in die nächste Runde. Nachdem im letzten Workshop im Mai 2011 die Grundzüge der Linienführung festgelegt worden waren, wurde gestern der nunmehr zur Einreichung der Planfeststellungsunterlagen erreichte Planungsstand vorgestellt.
Wie gut die Vorarbeit der Workshopteilnehmer und der MVG im bisherigen Verfahren war, zeigt sich daran, dass nach detaillierter technischer Durcharbeitung und gutachterlicher Klärung aller für die Planfeststellung maßgeblichen Fragen keine wesentlichen änderungen am Konzept erforderlich waren.
So konnte sich die Vorstellung des Planungsstandes auf die Konkretisierung der Planaussagen und die Begründung der wenigen Abweichungen zwischen Workshopergebnissen und den Planfeststellungsunterlagen konzentrieren.
Festzuhalten sind insbesondere
- die generelle Berücksichtigung aller Anforderungen bezüglich Barrierefreiheit und Sicherheit insbesondere in den Bereichen von Querungen und Haltestellen,
- die Optimierung der Führung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich des umgestalteten Knotenpunktes Haifa-Allee,
- die für den gesamten Streckenverlauf nach einheitlichen Grundsätzen festgelegte Gestaltung des Gleiskörpers (Rasengleis, Schotter, feste Fahrbahn),
- die weitere Minimierung des Verbrauchs landwirtschaftlicher Flächen durch leichte Verschiebung der Trasse im Bereich Hinter den Wiesen sowie reduzierte bzw. entfallende Wendewege in Abstimmung mit den örtlichen Landwirten,
- die Sicherung der Erschließung aller landwirtschaftlichen Flächen durch Anschluss bzw. Ergänzung des Netzes von landwirtschaftlichen Wegen,
- die planerische Durcharbeitung der Haltestelle am Bahnhof Marienborn/Kardinal-von-Galen-Straße mit barrierefreiem Anschluss an beide Bahngleise,
- der zusätzliche Fuß- und Radweg an der Wendeschleife zur direkteren Anbindung des Neubaugebietes „MA 15“
Bei den Plänen zur Gestaltung der Ausgleichsflächen und zur grünplanerischen Einbindung der Trasse wurde seitens der örtlichen Landwirte der Wunsch geäußert, in die weitere Konkretisierung eingebunden zu werden, um negative Wechselwirkungen zu den angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen auszuschließen.
Im Interesse eines städtebaulich harmonischen und für die Mainzelbahn charakteristischen Erscheinungsbildes der baulichen Maßnahmen sollen in einem weiteren Workshop nach Ostern gemeinsam mit Vertretern des Stadtplanungsamtes die Gestaltungsdetails erörtert und festgelegt werden.
Der Projektleiter Herr Köck (MVG) skizzierte den weiteren Verlauf dahingehend, dass bei positivem Abschluss von Planfeststellungsverfahren bis Ende 2012 und abschließender Sicherung der Förderung mit einer Inbetriebnahme Ende 2016 gerechnet werden kann.
Mainz, 11.01.2012
Hermann Sträb
