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Gemeinsame Presseinformation des Planungsbüros GRAS – Gruppe Architektur & Stadtplanung - und der Mainzer Verkehrsgesellschaft zum 5. Workshop Mainzelbahn in Lerchenberg

Mit dem gestrigen 5. Workshop in Lerchenberg geht das Beteiligungsverfahren Mainzelbahn in die nächste Runde. Nachdem im letzten Workshop im Mai 2011 die Grundzüge der Linienführung festgelegt worden waren, wurde gestern der nunmehr zur Einreichung der Planfeststellungsunterlagen erreichte Planungsstand vorgestellt.

Wie gut die Vorarbeit der Workshopteilnehmer und der MVG im bisherigen Verfahren war, zeigt sich daran, dass nach detaillierter technischer Durcharbeitung und gutachterlicher Klärung aller für die Planfeststellung maßgeblichen Fragen keine wesentlichen Änderungen am Konzept erforderlich waren.

So konnte sich die Vorstellung des Planungsstandes auf die Konkretisierung der Planaussagen und die Begründung der wenigen Abweichungen zwischen Workshopergebnissen und den Planfeststellungsunterlagen konzentrieren.

Festzuhalten sind insbesondere

  • die generelle Berücksichtigung aller Anforderungen bezüglich Barrierefreiheit und Sicherheit insbesondere in den Bereichen von Querungen und Haltestellen,
  • die Querung der L 426 mit einer Brücke, der erforderliche Damm greift geringfügig in die Fläche des Spargelackers ein,
  • die für den gesamten Streckenverlauf nach einheitlichen Grundsätzen festgelegte Gestaltung des Gleiskörpers (Rasengleis, Schotter, feste Fahrbahn),
  • die Gestaltung von Stellplätzen und Fahrbahnen in der Hindemithstraße in Abstimmung mit der Stadtverwaltung dergestalt, dass keine Optionen für eine Aufwertung des Einkaufszentrums verbaut werden; dabei wurde auch der ursprünglichen axialen stadträumlichen Konzeption der Hindemithstraße und der Erhaltung des gestaltprägenden Grünstreifens Rechnung getragen
  • im Verlauf der Hindemithstraße 2 überfahrten (Wendemöglichkeiten) für Fahrzeuge sowie im Bereich Einkaufszentrum insgesamt 4 gesicherte Querungsmöglichkeiten für Fußgänger
  • eine Stellplatzbilanz, die leicht über dem durch Zählungen ermittelten Maximalbedarf an öffentlichen Stellplätzen liegt; über den Ersatz der entfallenden privaten Stellplätze werden Verhandlungen mit dem Eigentümer geführt
  • die Sicherung aller vorhandenen Fußwegebeziehungen im Bereich der Wendeschleife.

Auf Anfrage der Teilnehmer erläuterte Projektleiter Herr Köck (MVG) zudem die vorgesehene Vernetzung der Mainzelbahn mit dem Busverkehr.

Die seitens der Teilnehmer angesprochenen Park&Ride-Anlagen für den Umstieg aus dem Umland auf die Mainzelbahn sind nicht Gegenstand des Planfeststellungverfahren; die Stadtverwaltung prüft aber gegenwärtig entsprechende Lösungsmöglichkeiten, die zu keinem zusätzlichen Verkehrs- und Parkdruck in Lerchenberg führen.

Im Interesse eines städtebaulich harmonischen und für die Mainzelbahn charakteristischen Erscheinungsbildes der baulichen Maßnahmen sollen in einem weiteren Workshop nach Ostern gemeinsam mit Vertretern des Stadtplanungsamtes die Gestaltungsdetails erörtert und festgelegt werden.

Der Projektleiter Herr Köck (MVG) skizzierte den weiteren Verlauf dahingehend, dass bei positivem Abschluss von Planfeststellungsverfahren bis Ende 2012 und abschließender Sicherung der Förderung mit einer Inbetriebnahme Ende 2016 gerechnet werden kann.

Mainz, 12.01.2012

Hermann Sträb

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