3. Workshop im Rahmen der Bürgerbeteiligung »Mainzelbahn« auf dem Lerchenberg

3. Workshop in Lerchenberg

Mit dem 3. Workshop zur Konzeption der Mainzelbahn konnte in Lerchenberg eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. In der Diskussion zwischen Bürgern, Vertretern des Planungsamtes, der MVG und den beauftragten Planern und Gutachtern ist es gelungen, zu wichtigen Fragestellungen einvernehmliche Lösungsansätze zu finden:

  • Mit der zwischenzeitlich mit der Flächeneignerin ZDF abgestimmten Führung der Trasse am östlichen Rand der Spiel- und Freizeitbereich »Spargelacker« kann dieser Freizeitbereich langfristig in seiner Größe und Funktion für die Nutzer gesichert werden.
  • Die Lage der ersten Haltestelle am östlichen Rand der Hindemithstraße eröffnet eine deutlich verbesserte Erschließung für das ZDF und lässt durch die Nähe zum Einkaufszentrum auch eine zusätzliche Belebung des Zentrums durch die Mitarbeiter des ZDF erwarten.
  • Die Führung der Straßenbahn auf den dem Einkaufszentrum abgewandten südlichen Parkreihen der Hindemithstraße ist nunmehr so festgelegt, dass der vorhandene Grünstreifen weitgehend erhalten bleibt und vielfältige Entwicklungsoptionen für das Einkaufszentrum unterstützt werden können. In diesem Zusammenhang muss aber die Stellplatzfrage für den Gesamtbereich (einschließlich angrenzende Wohnbebauung und weiterer Stellplatzbedarfe wie des Schulzentrums) bedarfsgerecht gelöst werden, eine Aufgabe, die seitens der Stadt im Zusammenspiel mit der Planung der Straßenbahntrasse zu bearbeiten ist und ihren Niederschlag in einem übergreifenden Parkraumkonzept finden muss. Die vorgeschlagene Lage der Straßenbahntrasse lässt auch für diese Aufgabe Handlungsoptionen offen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass das Einkaufszentrum auch weiterhin über ein attraktives Stellplatzangebot verfügen kann. Die vorgeschlagenen Zuwegungen und Trassenquerungen zum Einkaufszentrum müssen in ihrer Lage und Ausformung noch optimiert werden, um der Funktion des Einkaufszentrums und seiner Einbindung in das Umfeld besser gerecht zu werden.

Nach wie vor bleiben bei den Bürgern entsprechend ihrer Interessenslagen und Betroffenheiten unterschiedliche Haltungen zur Frage, ob die Straßenbahn nur bis zum Einkaufs- und Schulzentrum oder bis zum Bürgerhaus zu führen sei. Die Diskussion eröffnete ein breites Spektrum von Argumenten pro und kontra dieser zwei grundsätzlichen Lösungsansätze.

Innerhalb dieser Diskussion besteht aber Einvernehmen über folgende Punkte:

Wenn die Straßenbahn im Bereich Einkaufs- und Schulzentrum endet, ist die erforderliche Wendeschleife im Wäldchen beim Kindergarten unterzubringen, wobei die bisher vorliegenden Alternativen noch dahingehend zu optimieren sind, dass Störungen für den Kindergarten minimiert und die sicheren Wegebeziehungen erhalten bleiben. Die ebenfalls untersuchte Alternative einer Wendeschleife im Schulgelände wurde einvernehmlich als nicht zielführend ausgeschlossen.

Bezüglich einer möglichen Weiterführung der Straßenbahn zum Bürgerhaus besteht weiterhin Einvernehmen, dass die ursprünglich vorgestellte Führung im Waldbereich auszuschließen ist.

Damit verbliebe nur eine Führung in der Hebbelstraße, die allerdings mit erheblichen Eingriffen in das grüne Erscheinungsbild dieser Straße und in die Stellplatzsituation für Bewohner, Besucher und Anlieferung verbunden wäre. Bezüglich der hier vorgestellten Alternativen gibt es eine deutliche Präferenz für die einspurige Trassenführung, da sie bessere Flächenpotenziale für eine neue Begrünung und ein begrenztes Stellplatzangebot im öffentlichen Raum lässt. Sollte diese Trassenführung weiter verfolgt werden, müssen aber qualitativ überzeugende Lösungen für das Stellplatzangebot, Grünentwicklung und Stadtbild erarbeitet werden.

Im Falle der Führung der Straßenbahn bis zum Bürgerhaus stellt sich die Frage nach der Lage der Wendeschleife. In der Diskussion der vorgestellten Alternativen östlich bzw. westlich des Bürgerhauses (beide Lösungen greifen nicht in den Parkplatz bzw. die Garagen am Bürgerhaus ein) ergab sich noch keine eindeutige Präferenz, wobei deutlich wurde, dass die Nutzungsoptionen im Umfeld des Bürgerhauses möglichst wenig eingeschränkt werden sollten, um die Entwicklung des Bürgerhauses als wichtige Zentrumseinrichtung im Stadtteil Lerchenberg zu unterstützen.

In der sehr sachlichen und konstruktiven Diskussion wurde herausgearbeitet, dass durch die frühzeitige Einbeziehung der Bürger wesentliche konzeptionelle Verbesserungen erreicht werden konnten. Es wurde aber auch deutlich, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt und bei dem noch sehr frühen Planungsstand abschließende Klärungen zu den noch offenen Fragen nicht möglich sind. Hier müssen nunmehr vertiefende planerische Untersuchungen sowie gutachterliche Klärungen und Abwägungen erfolgen, um eine neue Diskussionsgrundlage zu schaffen.

Aus diesem Grunde wurde vereinbart, einen nächsten Workshop dann durchzuführen, wenn der entsprechende Arbeitsstand erreicht ist. Dies wird voraussichtlich Ende April / Anfang Mai 2011 der Fall sein. Im Anschluss daran soll dann auch eine Informationsveranstaltung für die Stadtteilöffentlichkeit durchgeführt werden.

V.i.s.P:

GRAS*
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zurück02.12.2010

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