Mainzigartig Mobil
EBE-Tipps

Tipps für die Fahrausweisprüfung

Bei der Fahrausweisprüfung gibt es bei rund einer Millionen kontrollierten Personen pro Jahr für das Personal nur eine Aufgabe: Festzustellen, ob der Kunde zum Zeitpunkt der Kontrolle einen gültigen Fahrausweis vorzeigen kann. Ist dem nicht so, muss der Kunde aufgeschrieben werden – es wird ein sogenanntes Erhöhtes Beförderungsentgelt (kurz = EBE) erhoben. Umstände, die eventuell zu dieser Situation geführt haben, kann der Prüfer auf Grund der Gleichbehandlung aller Fahrgäste leider nicht berücksichtigen.

Damit es dazu erst gar nicht kommt, hier ein paar Tipps:

TIPP 1: Unverzüglich entwerten

Wenn Sie eine Sammelkarte nutzen, dann müssen Sie diese beim Einsteigen unverzüglich entwerten, das heißt Sie sollten nicht erst im Fahrzeug anfangen zu kramen und vor allem dürfen Sie sich nicht hinsetzen. Am besten die Sammelkarte schon vorm Einsteigen bereithalten.

TIPP 2: Auf Kaufdatum achten

Wenn Sie eine Sammelkarte nutzen, dann achten Sie immer auf das aufgedruckte Kaufdatum, da die Karten nur noch sechs Monate nach Tarifwechsel gültig sind.

TIPP 3: Entwerter defekt – Was tun?

Wenn einer der Entwerter zum Entwerten der Sammelkarten defekt sein sollte, setzen Sie sich bitte nicht einfach hin. Probieren Sie den anderen Entwerter aus – falls es einen gibt, da unsere "kleinen" Busse nur einen Entwerter haben – und gehen Sie in jedem Fall zum Fahrer und klären mit ihm, was Sie tun sollen. Die Karte kann dann mit einem Kugelschreiber entwertet werden, indem Datum und Uhrzeit auf die Karte geschrieben wird.

TIPP 4: Automat defekt – Wie handeln?

Wenn Sie einen Fahrausweis an einem Automaten kaufen wollen und dieser ist defekt, oder Sie können nicht abstempeln, weil auch der Entwerter im Fahrzeug defekt ist, dann dürfen Sie nicht einfach einsteigen und sich hinsetzen, sondern sichern Sie sich bitte beim Fahrer ab, damit dieser Bescheid weiß und entscheidet, wie verfahren wird.

TIPP 5: Einstieg beim Fahrer

Wenn Sie keinen Fahrausweis haben, dann steigen Sie bitte immer – wie übrigens auch in den Beförderungsbedingungen beschrieben – vorne beim Fahrer ein und machen Sie – auch wenn Sie zum Beispiel bis zur nächsten Haltestelle warten wollen, da der Fahrer während der Fahrt nichts verkaufen kann – Ihren Kaufwunsch deutlich, indem Sie zum Beispiel schon das Geld parat haben und neben dem Fahrer in Fahrtrichtung stehen bleiben.

TIPP 6: Fahrscheinkauf mit Kinderwagen/Fahrrad

Sollten Sie mit Kinderwagen oder Fahrrad an Tür 2 einsteigen müssen und der Fahrer muss aus Zeitgründen bereits wieder direkt los fahren, so kaufen Sie sich spätestens an der nächsten Haltestelle einen Fahrausweis. Ein längerer Zeitraum kann leider nicht geduldet werden.

TIPP 7: Beschränkte Annamhe von Geldscheinen

Das Fahrpersonal ist nicht verpflichtet, Scheine über 20,- € annehmen zu müssen. Daher bitte immer vorher wechseln. Wenn das nicht möglich ist, dann stellt Ihnen der Fahrer gerne eine Gutschrift aus, das heißt er behält zum Beispiel den 50-€-Schein und Sie erhalten eine Gutschrift über das Restgeld. Diese Gutschrift bekommen Sie dann in unserem Verkehrs Center ausgezahlt. Ansonsten kann der Fahrer Ihnen leider keinen Fahrausweis verkaufen und darf Sie ohne Fahrausweis natürlich auch nicht mitnehmen.

TIPP 8: Bei Kurzstrecke mitzählen

Achten Sie darauf, dass Sie mit einer Kurzstrecke auch wirklich spätestens an der dritten Station aussteigen.

TIPP 9: Keine Rund- und Rückfahrten

RMV-Einzelfahrausweise gelten nur für eine Fahrt in eine Richtung. Man darf solange umsteigen, bis man das Ziel erreicht hat, muss aber immer das nächste Anschlussfahrzeug nehmen. Falsch ist – wie von manchen Kunden angenommen – dass man 60 oder 90 Minuten hin- und herfahren darf.

TIPP 10: Bei Unsicherheit vorher fragen

Informieren Sie sich bei Unsicherheit immer beim Fahrpersonal, denn leider gilt folgender Passus: "Grundlage für die Erhebung eines erhöhten Beförderungsentgelts ist § 9 Abs. 1 der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Omnibusverkehr (VO-ABB). Die VO-ABB setzt hinsichtlich der Frage, ob ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu entrichten ist, kein Verschulden voraus. Sie trifft keine Unterscheidung dahingehend, ob jemand vorsätzlich oder fahrlässig im Rahmen einer Kontrolle ohne Fahrschein angetroffen wird. Dies hat lediglich Bedeutung für ein etwaiges Strafverfahren."

TIPP 11: Nicht einlaminieren

Laminieren Sie Ihren Fahrausweis auf gar keinen Fall ein. Dies ist laut Tarifbestimmungen verboten und der Fahrausweis wird dadurch ungültig.

nach oben