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Reaktion auf einen Leserbrief aus der Allgemeinen Zeitung Mainz in der letzten Woche

Wir möchten auf einen Leserbrief von Herrn Rudolf Kramper zur Parkraumbewirtschaftung reagieren, der vergangene Woche in der Allgemeinen Zeitung Mainz veröffentlicht wurde und in dem Herr Kramper am Ende auch etwas über die MVG schreibt.

Wir zitieren: "...Braucht man ja, z.B. auch für so Schnickschnack wie die Bemalung der Busse mit einem bunten Büsschen mit Flaggen und der Aufschrift 'Vielfach buntes Mainz' in Italienisch, Türkisch und zwei slawischen Sprachen. Aber wieso nicht in Arabisch? Man sollte die Busse grün lackieren – damit die Urheber der Multikultisehnsucht erkennbar sind."

Dazu stellen wir Folgendes fest:

1. Bei dieser Kampagne handelt es sich um das so genannte Ethno-Marketing. Dabei geht es final darum, als Dienstleister aufzuzeigen, dass alle Menschen bei uns herzlich willkommen sind, solange sie sich an die Tarif- und Beförderungsbedingungen halten.

2. Natürlich geht es aber auch um uns als Unternehmen und die Innenansicht – so haben zum Beispiel 70 % der Mitarbeiter unserer Tochtergesellschaft CBM einen Migrationshintergrund.

3. Diese Kampagne haben wir zur Weltmeisterschaft 2006 erstmalig eingeführt, da das für uns genau der richtige Zeitpunkt war. Und letztendlich hat das Sommermärchen auch der Welt genau das moderne und offene Deutschland gezeigt.

4. Seit 2006 fuhr auch ein Bus durch Mainz, der in sehr vielen Sprachen das Wort "Hallo" und die Bitte "Bitte einsteigen" aufzeigte.

5. Da die MVG 2014 bei der interkulturellen Woche auf den Domplätzen teilnahm und die alte Kampagne bereits sieben Jahren lief, entschlossen wir uns, es etwas aufzufrischen. Seitdem ist "mainzigartig wunderschön bunt", denn wir als MVG und natürlich auch unsere Fahrgäste sind mainzigartig.

6. Wir hatten bereits 2006 die Sprachen nach der Anzahl der Bevölkerungsgruppen gewählt. Sollten unsere neuen, arabisch sprechenden Mitbürger dauerhaft in Mainz bleiben – wovon wir ausgehen und was wir uns wünschen, denn auch wir sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Personal –, dann werden wir dies natürlich bei der nächsten Auffrischung der Kampagne berücksichtigen. Wir bedanken uns daher für den Hinweis von Herrn Kramper.

7. Das Corporate Design der MVG sieht für die Fahrzeuge ein Melonengelb und Weiß vor. Eine Änderung in Grün ist nicht vorgesehen. Herr Kramper schätzt hier den Einfluss der angedachten Partei falsch ein.

8. Wir als MVG haben keine Multikultisehnsucht, sondern müssen als Unternehmen dafür sorgen, dass wir die Kunden durch unsere Leistung überzeugen und dies durch Imagekampagnen – zu denen auch diese gehört – bestärken.

9. Wir haben allerdings seit neuestem ein Fahrrad in Grün. Das war eine Idee unserer Fahrradwerkstatt – so was aber auch...  :-)

zurück12.10.2015


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